Homeoffice 2020 - das Büro: ein Auslaufmodell?
Viel Spaß beim Lesen!
Der Trend "New Work" umfasst flexible Gestaltungsmöglichkeiten der Arbeit. Wahrscheinlich profilierteste Aspekt ist das berühmte Homeoffice; also die Gelegenheit, anfallende Arbeitstätigkeiten innerhalb der eigenen vier Wände zu erledigen. Während das Modell vor allem in modern ausgerichteten Agenturen oder Unternehmen längst praktiziert wird, ist es im Frühling 2020 unverhofft zum Standard auf Zeit avanciert. Ein Wandel mit wegweisender Wirkung oder nur ein temporärer Hype?
Im Zuge der Covid-19-Pandemie richtete sich die ganze Welt plötzlich flächendeckend im Homeoffice ein, was unter Befürwortern zum regelrecht reflexartigen Abgesang auf die klassische Bürokultur geführt hat. Dabei steht außer Frage, dass dem Homeoffice viele Vorzüge innewohnen - sofern sich die Arbeit flexibilisieren und im Homeoffice durchführen lässt.
Immerhin eignen sich lediglich Berufe für die Verlegung ins Homeoffice, die in irgendeiner Form am Schreibtisch und / oder mit vergleichsweise wenig speziellem Equipment ausgeführt werden können. Wie der Name andeutet, trifft das vor allem auf bürobezogene Arbeitsplätze zu. Ob Gestaltung, Führung oder Verwaltung: Ein mit dem Internet verbundener Computer und ein Telefon sowie die entsprechenden Softwarelösungen stellen die notwendige technische Grundausstattung dar und sind in den meisten Haushalten leicht realisierbar. Doch muss das gute alte Firmenbüro deshalb wirklich um seine Existenz bangen?
Im Zuge der Covid-19-Pandemie richtete sich die ganze Welt plötzlich flächendeckend im Homeoffice ein, was unter Befürwortern zum regelrecht reflexartigen Abgesang auf die klassische Bürokultur geführt hat. Dabei steht außer Frage, dass dem Homeoffice viele Vorzüge innewohnen - sofern sich die Arbeit flexibilisieren und im Homeoffice durchführen lässt.
Immerhin eignen sich lediglich Berufe für die Verlegung ins Homeoffice, die in irgendeiner Form am Schreibtisch und / oder mit vergleichsweise wenig speziellem Equipment ausgeführt werden können. Wie der Name andeutet, trifft das vor allem auf bürobezogene Arbeitsplätze zu. Ob Gestaltung, Führung oder Verwaltung: Ein mit dem Internet verbundener Computer und ein Telefon sowie die entsprechenden Softwarelösungen stellen die notwendige technische Grundausstattung dar und sind in den meisten Haushalten leicht realisierbar. Doch muss das gute alte Firmenbüro deshalb wirklich um seine Existenz bangen?
Zwischen Ablenkung und Selbstausbeutung
Pause nach Belieben, fehlender Smalltalk zwischen Tür und Angel und erst recht kein Vorgesetzter, der im Stillen über alle Abläufe wacht - auf den ersten Blick scheint das Homeoffice voller Pluspunkte für Arbeitnehmer zu stecken. Was auf den ersten Blick als vermeintlicher Vorteil aussieht, kann sich ebenso als schleichende Katastrophe herausstellen.
Nehmen wir die freie Einteilung der Arbeitszeit. In der Theorie erlaubt sie Arbeitnehmern, im Einklang mit ihrer ganz persönlichen Work-Life-Balance zur Tat zu schreiten. Praktisch besteht jedoch die Gefahr, in Extreme zu verfallen: Motivationsprobleme und die Ablenkung durch private Aspekte können sich offensichtlich negativ auf die Produktivität auswirken.
Auf der anderen Seite des Spektrums stehen jene Heimarbeiter, die losgelöst von vorgegebenen Strukturen zur Selbstausbeutung neigen. Insbesondere, wenn parallel zum Beruf ein Haushalt geführt werden muss, tappen Beschäftigte mitunter in die "Du bist doch sowieso den ganzen Tag zuhause"-Falle: Kinder und Partner bauen durch die besonderen Umstände womöglich neue Erwartungshaltungen und Ansprüche auf, während Kundentelefonate nun wie selbstverständlich zwischen 8 Uhr und 18 Uhr entgegengenommen werden. Durch fehlende Regulierung von außen können sich einzelne Personen dadurch ein Pensum aufhalsen, das sie kaum dauerhaft zu stemmen vermögen und die zu einer Überlastung mit den entsprechenden Folgen wie Burnout führen.
Für wirklich effiziente Arbeit im Homeoffice ist eine gewisse Eingewöhnungsphase in der Regel also zwingend erforderlich. Arbeitnehmern wird ein erhöhtes Maß an Selbstständigkeit und Eigenverantwortung abverlangt, das zudem auf ausgeprägte Organisations- und Kommunikationsfähigkeit setzt: Sowohl mit den Kollegen und Vorgesetzten aus der Firma als auch mit Familienmitgliedern und anderen möglichen Mitbewohnern müssen klare Absprachen getroffen werden, auf die sich jeweils beide Seiten verlassen dürfen.
Nehmen wir die freie Einteilung der Arbeitszeit. In der Theorie erlaubt sie Arbeitnehmern, im Einklang mit ihrer ganz persönlichen Work-Life-Balance zur Tat zu schreiten. Praktisch besteht jedoch die Gefahr, in Extreme zu verfallen: Motivationsprobleme und die Ablenkung durch private Aspekte können sich offensichtlich negativ auf die Produktivität auswirken.
Auf der anderen Seite des Spektrums stehen jene Heimarbeiter, die losgelöst von vorgegebenen Strukturen zur Selbstausbeutung neigen. Insbesondere, wenn parallel zum Beruf ein Haushalt geführt werden muss, tappen Beschäftigte mitunter in die "Du bist doch sowieso den ganzen Tag zuhause"-Falle: Kinder und Partner bauen durch die besonderen Umstände womöglich neue Erwartungshaltungen und Ansprüche auf, während Kundentelefonate nun wie selbstverständlich zwischen 8 Uhr und 18 Uhr entgegengenommen werden. Durch fehlende Regulierung von außen können sich einzelne Personen dadurch ein Pensum aufhalsen, das sie kaum dauerhaft zu stemmen vermögen und die zu einer Überlastung mit den entsprechenden Folgen wie Burnout führen.
Für wirklich effiziente Arbeit im Homeoffice ist eine gewisse Eingewöhnungsphase in der Regel also zwingend erforderlich. Arbeitnehmern wird ein erhöhtes Maß an Selbstständigkeit und Eigenverantwortung abverlangt, das zudem auf ausgeprägte Organisations- und Kommunikationsfähigkeit setzt: Sowohl mit den Kollegen und Vorgesetzten aus der Firma als auch mit Familienmitgliedern und anderen möglichen Mitbewohnern müssen klare Absprachen getroffen werden, auf die sich jeweils beide Seiten verlassen dürfen.
Feinheiten der Kommunikation
Seitens der Arbeitgeber gelten Bedenken zur technischen Umsetzbarkeit als vermeintlich abgegriffenes Argument gegen allzu ausgiebige Beanspruchung des Homeoffice. Wie erwähnt, sind entsprechende Hürden heutzutage in der Tat deutlich niedriger als noch vor einigen Jahren - komplett aus der Welt geschafft sind sie deshalb dennoch nicht.
Ein Designer zum Beispiel weiß sich für eine Weile sicherlich mit dem Bildschirm seines Laptops zu helfen, um dringende Aufgaben von zuhause aus zu erledigen. Wenn er innerhalb seines eigentlichen Büros üblicherweise mit einem Zwei-Screen-Setup samt Grafiktablett arbeitet, wird sich seine heimische Einrichtung eher früher als später aber als dauerhaft unzulängliche Lösung erweisen.
Der kommunikative Faktor des Gemeinschaftsbüros ist ein weiterer Gesichtspunkt, der sich durch technische Mittel kaum adäquat ersetzen lässt. Besagter Austausch zwischen Kollegen sollte in der Führungsebene nicht als reine Zeitverschwendung abgetan werden, schließlich stärkt er persönliche Bindungen im Team und schwenkt erfahrungsgemäß meist wieder auf die Arbeit zurück - bestenfalls mit zielführendem Resultat.
Ein Designer zum Beispiel weiß sich für eine Weile sicherlich mit dem Bildschirm seines Laptops zu helfen, um dringende Aufgaben von zuhause aus zu erledigen. Wenn er innerhalb seines eigentlichen Büros üblicherweise mit einem Zwei-Screen-Setup samt Grafiktablett arbeitet, wird sich seine heimische Einrichtung eher früher als später aber als dauerhaft unzulängliche Lösung erweisen.
Der kommunikative Faktor des Gemeinschaftsbüros ist ein weiterer Gesichtspunkt, der sich durch technische Mittel kaum adäquat ersetzen lässt. Besagter Austausch zwischen Kollegen sollte in der Führungsebene nicht als reine Zeitverschwendung abgetan werden, schließlich stärkt er persönliche Bindungen im Team und schwenkt erfahrungsgemäß meist wieder auf die Arbeit zurück - bestenfalls mit zielführendem Resultat.
Kommunikation bedeutet Wertschöpfung
Keine Frage: Zoom-Konferenzen und Skype-Besprechungen stellen speziell während einer gesundheitlichen Krise bequeme Alternativen zum Meeting in Person dar. Arbeitgebern ginge durch das Wegfallen alltäglicher Begegnungen und Austausch jedoch der Synergie-Effekt verloren, der auch und insbesondere bei Problem-Lösungs-Aufgaben von großem Wert sein kann.
Abseits der reinen Effizienz ist zu berücksichtigen, dass ein nennenswerter Anteil der Arbeitskräfte das soziale Miteinander im Büro grundsätzlich als angenehm empfindet und keineswegs vollständig darauf verzichten möchte.
Abseits der reinen Effizienz ist zu berücksichtigen, dass ein nennenswerter Anteil der Arbeitskräfte das soziale Miteinander im Büro grundsätzlich als angenehm empfindet und keineswegs vollständig darauf verzichten möchte.
Abschließende Gedanken
Sowohl für Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer hat sich die Homeoffice-Phase als aufgezwungener, aber aufschlussreicher Lernprozess entpuppt. Viele Betriebe werden festgestellt haben, dass sich diverse Aufgaben notfalls auch zeitweise innerhalb der eigenen vier Wände bewältigen lassen. Der Wert dieser Erkenntnis ist nicht zu unterschätzen, wenn es um zukunftsträchtige Entwürfe geht, die Produktivität eines Unternehmens dauerhaft aufrecht zu erhalten.
Die Vielzahl der Rückkehrer in den Büros der Unternehmen gaben als Feedback, die Zusammenarbeit und Kommunikation mit den Kollegen und Teams im Büro als nicht wegzudenkender Faktor nun bewusster zu erleben und mit dem zwangsweise neu entdeckten Tools wie Videokonferenzen und andere Virtualisierungs- und Digitalisierungslösungen nun noch effizienter ans Werk zu schreiten.
Die Vielzahl der Rückkehrer in den Büros der Unternehmen gaben als Feedback, die Zusammenarbeit und Kommunikation mit den Kollegen und Teams im Büro als nicht wegzudenkender Faktor nun bewusster zu erleben und mit dem zwangsweise neu entdeckten Tools wie Videokonferenzen und andere Virtualisierungs- und Digitalisierungslösungen nun noch effizienter ans Werk zu schreiten.
