HANZA TECH SOLUTIONS
Global denken, lokal produzieren
HANZA TECH SOLUTIONS
Global denken, lokal produzieren
Im Süden von Münster liegt das Unternehmen HANZA Tech Solutions am Eingang des Hansa-BusinessParks in Amelsbüren. Mit dem dortigen Neubau konnten sich Jeannine und Prof. Dr. Christoph Budelmann 2018 einen dem Wachstum geschuldeten Traum erfüllen: Eine Immobilie in Münster, die Büro- und Fertigungsräumlichkeiten vereint. Und diese lassen sich sehen: Von außen schlichte, moderne Architektur, die in der Innenausstattung durch Holz, warme Töne und einem Industrial Style aufgelockert wird.
Erfolgreiches Familien-Duo
Bestens gelegen mit direktem Anschluss an die A 1 und dem Dortmund-Ems-Kanal schauen die rund 20 Mitarbeitenden aus dem HANZA-Gebäude entgegen der Erwartung auf Wald und Wiesen. „Die meisten Büros blicken auf einen Naturschutzstreifen, der zum Glück nicht mehr bebaubar ist und somit viel Grün präsentiert“, erklärt Mitgeschäftsführerin Jeannine Budelmann beim Blick aus den großen Fenstern. Sie führt uns durchs Treppenhaus, welches das ursprüngliche Gebäude seit April 2024 mit einem Anbau verbindet. Im Vorbeigehen lässt ein kurzer Blick durch die Glastür der Fertigung erahnen, worum es hier geht: komplexe Technik und Elektronik, die dem Laien erst einmal nicht viel sagt. So viel Vorweg: Kaffeemaschinen, Pfandrückgabesysteme und Dunstabzugshauben haben alle etwas gemeinsam. Jeannine Budelmann kümmert sich um die betriebswirtschaftlichen Themen des Unternehmens, während ihr Mann auf Elektro- und Informationstechnik spezialisiert ist. Seine Leidenschaft brachte ihn noch während des Studiums dazu, 2010 die damalige Budelmann Elektronik GmbH zu gründen, in die seine Frau 2012 einstieg. Die beiden lernten sich während des Studiums kennen und hatten das große Glück, ihre Stärken wirtschaftlich zu kombinieren.
Unternehmensgruppe aus Schweden
Seit 2022 gehört die HANZA Tech Solutions GmbH, ehemals Budelmann Elektronik GmbH, zur internationalen HANZA-Gruppe. Unter dem Motto „All you need ist one“ geht die HANZA-Gruppe für ihre Kunden über die Grenzen der Standard-Elektronik, um optimale Lösungen zu finden. Im Mittelpunkt steht die Beratung und Entwicklung rund um Elektronik und Software. Das 2008 in Schweden gegründete Unternehmen verfügt über sechs Produktionscluster: Schweden, Finnland, Deutschland, Baltikum, Mitteleuropa und China. Geschäftsführer Ehepaar Budelmann verkaufte ihr Unternehmen im Jahr 2022 an die HANZA-Gruppe und schloss sich somit der zukunftsorientierten Vision „Global denken, lokal produzieren“ an. Die Immobilie im Hansa-BusinessPark gehört ihnen weiterhin. Natürlich war der CEO der HANZA-Gruppe begeistert von dem ähnlich klingenden Gewerbegebiet, denn HANZA ist der schwedische Begriff für Hanse. Mit dem Standort in Münster wurde der Fokus auf Entwicklung und Forschung der Firmengruppe gelegt, während in Remscheid und Mönchengladbach größere Fertigungen ansässig sind. Das Besondere am Standort in Münster: ein Fertigungsbereich explizit für Prototypen und Vorserien. „So können wir in der Entwicklung direkt die Fertigung im Blick haben. Der unmittelbare Fertigungskontakt bietet uns die Möglichkeit, dem Kunden schnelles Feedback zu geben, wenn etwas nicht optimal läuft“, erklärt Budelmann den Vorteil der hauseigenen Produktion.
Komplexe Fertigungstechnologien
Wir dürfen einen Blick in die Elektronikproduktion werfen, wo ein hochkomplexer Bestückungsautomat rund 10.000 Bauteile pro Stunde setzen kann. Während Budelmann die SMD-Bestückung („surface mounted device“) und die Fertigungstechnologie des Automaten erklärt, posiert sie wie selbstverständlich für unsere Kamera, verliert zwischen technischen Erklärungen und „Bitte einmal hier hin schauen“ nicht den Faden. „Wir haben öfter mal das Fernsehen zu Besuch“, antwortet sie lachend auf die Frage, warum sie gekonnt vor der Kamera performt. In diesem Jahr war bereits das Team der Tagesschau vor Ort. Auf dem Weg nach draußen wird noch kurz das Lager begutachtet, welches trotz über zwei Millionen Teile verhältnismäßig wenig Raum einnimmt. „Die Teile sind zum Glück alle sehr klein. Aber auf die Inventur freut sich hier keiner“, scherzt Budelmann und zeigt auf sich stapelnde Kartons.
Kaffeemaschinen und Kistenlifter
Und wo genau finden sich die technischen Spezial-Lösungen von HANZA Tech Solutions wieder? „Wir sind sehr vielseitig aufgestellt, sodass wir durch Einblicke in unterschiedliche Branchen immer wissen, was Stand der Dinge ist.
Bestens gelegen mit direktem Anschluss an die A 1 und dem Dortmund-Ems-Kanal schauen die rund 20 Mitarbeitenden aus dem HANZA-Gebäude entgegen der Erwartung auf Wald und Wiesen. „Die meisten Büros blicken auf einen Naturschutzstreifen, der zum Glück nicht mehr bebaubar ist und somit viel Grün präsentiert“, erklärt Mitgeschäftsführerin Jeannine Budelmann beim Blick aus den großen Fenstern. Sie führt uns durchs Treppenhaus, welches das ursprüngliche Gebäude seit April 2024 mit einem Anbau verbindet. Im Vorbeigehen lässt ein kurzer Blick durch die Glastür der Fertigung erahnen, worum es hier geht: komplexe Technik und Elektronik, die dem Laien erst einmal nicht viel sagt. So viel Vorweg: Kaffeemaschinen, Pfandrückgabesysteme und Dunstabzugshauben haben alle etwas gemeinsam. Jeannine Budelmann kümmert sich um die betriebswirtschaftlichen Themen des Unternehmens, während ihr Mann auf Elektro- und Informationstechnik spezialisiert ist. Seine Leidenschaft brachte ihn noch während des Studiums dazu, 2010 die damalige Budelmann Elektronik GmbH zu gründen, in die seine Frau 2012 einstieg. Die beiden lernten sich während des Studiums kennen und hatten das große Glück, ihre Stärken wirtschaftlich zu kombinieren.
Unternehmensgruppe aus Schweden
Seit 2022 gehört die HANZA Tech Solutions GmbH, ehemals Budelmann Elektronik GmbH, zur internationalen HANZA-Gruppe. Unter dem Motto „All you need ist one“ geht die HANZA-Gruppe für ihre Kunden über die Grenzen der Standard-Elektronik, um optimale Lösungen zu finden. Im Mittelpunkt steht die Beratung und Entwicklung rund um Elektronik und Software. Das 2008 in Schweden gegründete Unternehmen verfügt über sechs Produktionscluster: Schweden, Finnland, Deutschland, Baltikum, Mitteleuropa und China. Geschäftsführer Ehepaar Budelmann verkaufte ihr Unternehmen im Jahr 2022 an die HANZA-Gruppe und schloss sich somit der zukunftsorientierten Vision „Global denken, lokal produzieren“ an. Die Immobilie im Hansa-BusinessPark gehört ihnen weiterhin. Natürlich war der CEO der HANZA-Gruppe begeistert von dem ähnlich klingenden Gewerbegebiet, denn HANZA ist der schwedische Begriff für Hanse. Mit dem Standort in Münster wurde der Fokus auf Entwicklung und Forschung der Firmengruppe gelegt, während in Remscheid und Mönchengladbach größere Fertigungen ansässig sind. Das Besondere am Standort in Münster: ein Fertigungsbereich explizit für Prototypen und Vorserien. „So können wir in der Entwicklung direkt die Fertigung im Blick haben. Der unmittelbare Fertigungskontakt bietet uns die Möglichkeit, dem Kunden schnelles Feedback zu geben, wenn etwas nicht optimal läuft“, erklärt Budelmann den Vorteil der hauseigenen Produktion.
Komplexe Fertigungstechnologien
Wir dürfen einen Blick in die Elektronikproduktion werfen, wo ein hochkomplexer Bestückungsautomat rund 10.000 Bauteile pro Stunde setzen kann. Während Budelmann die SMD-Bestückung („surface mounted device“) und die Fertigungstechnologie des Automaten erklärt, posiert sie wie selbstverständlich für unsere Kamera, verliert zwischen technischen Erklärungen und „Bitte einmal hier hin schauen“ nicht den Faden. „Wir haben öfter mal das Fernsehen zu Besuch“, antwortet sie lachend auf die Frage, warum sie gekonnt vor der Kamera performt. In diesem Jahr war bereits das Team der Tagesschau vor Ort. Auf dem Weg nach draußen wird noch kurz das Lager begutachtet, welches trotz über zwei Millionen Teile verhältnismäßig wenig Raum einnimmt. „Die Teile sind zum Glück alle sehr klein. Aber auf die Inventur freut sich hier keiner“, scherzt Budelmann und zeigt auf sich stapelnde Kartons.
Kaffeemaschinen und Kistenlifter
Und wo genau finden sich die technischen Spezial-Lösungen von HANZA Tech Solutions wieder? „Wir sind sehr vielseitig aufgestellt, sodass wir durch Einblicke in unterschiedliche Branchen immer wissen, was Stand der Dinge ist.
So lassen sich Innovationen von einer auf die andere Branche übertragen“, verrät Budelmann und nennt einige Beispiele. Ein entwickeltes Bezahlsystem für betriebliche Kaffeeversorgung, Elektronik für Pfandrücknahmeautomaten, Spinnereimaschinen, Dunstabzugshauben oder Kistenlifter. Während die Schwesterunternehmen sich dann um die Serienfertigung und mechanische Komponenten kümmern, wird am Standort im Hansa-BusinessPark fleißig getüftelt, getestet und erste Prototypen produziert. Trotz geschäftigem BusinessPark gibt es zu den umliegenden Unternehmen wenig inhaltliche Überschneidungen. Dennoch freut sich Budelmann über die gute und vielseitige Nachbarschaft. Den kurzen Weg für die Mittagspause am Kanal haben zumindest alle gemeinsam.
Teamwork im Fokus
Das interdisziplinäre Entwicklerteam in Münster besteht aus Ingenieuren, Softwareentwicklern, Mathematikern und Technikern. „Leider mit einer hundertprozentigen Männerquote in diesen Berufen“, erklärt die Geschäftsführerin, die sehr stolz auf ihr Team ist, sich aber bereits in Schulen und Hochschulen einen Aufbruch der klassischen Männerbranche wünscht. Sie selbst ist durch ihren Mann in die Technik- und Elektronikbranche gerutscht, aus der sie sich nun nicht mehr wegdenken kann. Studiert hat sie BWL und Interkulturelle Qualifikation Chinesisch. Auf die Frage, ob sie es nervt, dass sie ständig als die „Powerfrau in der Männerbranche“ bezeichnet wird, sagt sie: „Es ist, wie es ist. Und zwar einfach immer noch sehr selten. Aber das heißt nicht, dass man es nicht verändert sollte. Ich möchte meinen Teil dazu beitragen, dass sich die klassischen Männer- und Frauenbranchen aufbrechen“, fügt sie hinzu und ergänzt lachend, dass man mit Männern ja auch ganz gut arbeiten könne.
Trotz ihres starken Auftretens zeigt sich die Geschäftsführerin nahbar und schafft es, komplexe technische Themen erklärbar zu machen und ihr Team mit modernen Führungstechniken zu motivieren. Ein monatlicher, sogenannter „Change Day“ ermöglicht es den Mitarbeitenden alles anzusprechen, was sie stört oder verbessert werden sollte. „Das kann von fehlender Bereitschaft die Spülmaschine auszuräumen bis hin zu großen Prozessveränderungen alles sein“, erklärt Budelmann. Ihr sei es besonders wichtig, dass die Mitarbeitenden sich möglichst frei und mit möglichst großer Verantwortung im beruflichen Kontext bewegen können. „Es ist Aufgabe von Führungspersonen, dafür notwendige Leitplanken zur Verfügung zu stellen und Strukturen flexibel zu halten“, betont sie.
Strukturen und VeränderungenDie betriebswirtschaftliche Geschäftsführerin hat eine absolute Passion für Strukturen. „Ich liebe alles, was strukturiert aufgearbeitet werden muss“, erklärt sie. Und das spiegelt sich nicht nur in ihrer Arbeit, sondern auch in der Gestaltung der Büroräumlichkeiten wider. Modern, gemütlich, mit besonderen Accessoires, aber immer strukturiert. Neben der Leidenschaft für Strukturen und Inneneinrichtung ist Budelmann auch Kolumnistin für aktuelle Wirtschaftsthemen und hat unter anderem für den SPIEGEL geschrieben. Dabei immer im Fokus: unternehmerisches Denken, nachhaltige Führungskonzepte und die Stärkung von Frauen in „Männerbranchen“.
Die Zukunft wird Veränderungen mit sich bringen: Jeannine Budelmann wird die Geschäftsführung abgeben und als Vice President strategic projects zur HANZA-Gruppe wechseln, um sich dort im Rahmen der Firmengruppe mit strategischen Projekten auseinanderzusetzen. Christoph Budelmann hält mit der alleinigen Geschäftsführung die Stellung am Standort in Münster.
Teamwork im Fokus
Das interdisziplinäre Entwicklerteam in Münster besteht aus Ingenieuren, Softwareentwicklern, Mathematikern und Technikern. „Leider mit einer hundertprozentigen Männerquote in diesen Berufen“, erklärt die Geschäftsführerin, die sehr stolz auf ihr Team ist, sich aber bereits in Schulen und Hochschulen einen Aufbruch der klassischen Männerbranche wünscht. Sie selbst ist durch ihren Mann in die Technik- und Elektronikbranche gerutscht, aus der sie sich nun nicht mehr wegdenken kann. Studiert hat sie BWL und Interkulturelle Qualifikation Chinesisch. Auf die Frage, ob sie es nervt, dass sie ständig als die „Powerfrau in der Männerbranche“ bezeichnet wird, sagt sie: „Es ist, wie es ist. Und zwar einfach immer noch sehr selten. Aber das heißt nicht, dass man es nicht verändert sollte. Ich möchte meinen Teil dazu beitragen, dass sich die klassischen Männer- und Frauenbranchen aufbrechen“, fügt sie hinzu und ergänzt lachend, dass man mit Männern ja auch ganz gut arbeiten könne.
Trotz ihres starken Auftretens zeigt sich die Geschäftsführerin nahbar und schafft es, komplexe technische Themen erklärbar zu machen und ihr Team mit modernen Führungstechniken zu motivieren. Ein monatlicher, sogenannter „Change Day“ ermöglicht es den Mitarbeitenden alles anzusprechen, was sie stört oder verbessert werden sollte. „Das kann von fehlender Bereitschaft die Spülmaschine auszuräumen bis hin zu großen Prozessveränderungen alles sein“, erklärt Budelmann. Ihr sei es besonders wichtig, dass die Mitarbeitenden sich möglichst frei und mit möglichst großer Verantwortung im beruflichen Kontext bewegen können. „Es ist Aufgabe von Führungspersonen, dafür notwendige Leitplanken zur Verfügung zu stellen und Strukturen flexibel zu halten“, betont sie.
Strukturen und VeränderungenDie betriebswirtschaftliche Geschäftsführerin hat eine absolute Passion für Strukturen. „Ich liebe alles, was strukturiert aufgearbeitet werden muss“, erklärt sie. Und das spiegelt sich nicht nur in ihrer Arbeit, sondern auch in der Gestaltung der Büroräumlichkeiten wider. Modern, gemütlich, mit besonderen Accessoires, aber immer strukturiert. Neben der Leidenschaft für Strukturen und Inneneinrichtung ist Budelmann auch Kolumnistin für aktuelle Wirtschaftsthemen und hat unter anderem für den SPIEGEL geschrieben. Dabei immer im Fokus: unternehmerisches Denken, nachhaltige Führungskonzepte und die Stärkung von Frauen in „Männerbranchen“.
Die Zukunft wird Veränderungen mit sich bringen: Jeannine Budelmann wird die Geschäftsführung abgeben und als Vice President strategic projects zur HANZA-Gruppe wechseln, um sich dort im Rahmen der Firmengruppe mit strategischen Projekten auseinanderzusetzen. Christoph Budelmann hält mit der alleinigen Geschäftsführung die Stellung am Standort in Münster.
Der Artikel ist in der "Gewerbeimmobilie aktuell", Ausgabe 23 von Juni 2024, erschienen. Wir bedanken uns bei Jeannine Budelmann und dem Team für den Artikel. Mehr Infos über HANZA Tech Solutions finden Sie auf der Website: https://hanza.com/de/dienstleistungen/tech-solutions/
HANZA ist ein globales, wissensbasiertes Fertigungsunternehmen, das die Fertigungsindustrie modernisiert und optimiert. Durch Produktionsanlagen mit verschiedenen Fertigungstechnologien, die in lokalen Clustern zusammengefasst sind, sowie durch Beratungsdienstleistungen ermöglichen wir kürzere Bearbeitungszeiten, umweltfreundlichere Prozesse und eine höhere Rentabilität für Kunden.



