Klassikland
Ein Autoparadies in Hiltrup
Klassikland
Ein Autoparadies in Hiltrup
Besondere Autos, die mehr als nur einen fahrbaren Untersatz darstellen. Die die Besitzer und Bewunderer durch Technik, Optik und Geschichten von sich überzeugen. Wer mit in diese Welt eintauchen möchte, sollte sich im Klassikland mal umschauen.
Liebhaberfahrzeuge und Sportskanonen
Auf einem 8.000 m2 großen Grundstück im Süden von Münster erstreckt sich unter dem Motto „Raum und Zeit für schöne Fahrzeuge“ ein lang ersehnter Traum: Unternehmer Rainer Pawlaczyk hat hier 2020 das Klassikland geschaffen, um seine Begeisterung für besondere Autos mit anderen Menschen zu teilen. Das Konzept ist trotz riskanter Eröffnung mitten in der Pandemie ein Erfolgsbringer geworden. Elf verschiedene Mieter, darunter vier Fahrzeughändler, sind auf dem Campus zu finden und sorgen für eine familiäre und lockere Atmosphäre. „Mit dem Klassikland haben wir eine Einkaufs- und Erlebniswelt geschaffen, die dem Kunden ein Rundumpaket bietet“, erklärt Pawlaczyk sein Konzept während er durch die Ausstellungshalle im Erdgeschoss schlendert. Hier stehen die Meisterstücke, die das Herz eines Autoliebhabers höher schlagen lassen. Neben Old- und Youngtimern reihen sich klassische Sportwagen bis hin zu Ferrari-Sportskanonen auf. Um die automobilen Ikonen wie einen 1963er Volkswagen T1 11-Bus oder eine 1967er Chevrolet Chevelle SS 396 (aktuell übrigens die einzige in Deutschland erhältliche Chevelle dieser Art) kümmert sich das Team der Straßenklassiker in fast schon liebevoller Betreuung im An- und Verkauf. Von 11.000 bis 700.000 Euro ist in der Ausstellungshalle alles vertreten, was Inhaber Rainer Pawlaczyk manchmal lieber als Kunstwerke anstatt Autos bezeichnen würde. „So viel Feinstarbeit und Kreativität wie in diesen Fahrzeugen steckt, macht sie für mich eher zu Kunstwerken“, erklärt er lächelnd und führt uns an einem kleinen orangenen Fiat 500 L vorbei – passend zum „La dolce Vita“ erstreckt sich dahinter der offene Café-Bereich. Hier sorgt der bekannte Münsteraner Gastronom Mehdi Ramenzani für den besten Cappuccino in Hiltrup. Während Autoliebhaber und Interessierte durch das Klassikland schlendern, sorgt das Café Mona Lisa für erholsame Pausen mit Kuchenspezialitäten und ausgefallenen Brunch-Ideen am Wochenende. Für Pawlaczyk ein unverzichtbarer Teil des Rundumpakets, welches er bieten möchte. „Wenn Sie im Café sitzen und auf gleicher Augenhöhe in aller Ruhe auf die Fahrzeuge schauen, kommt man wirklich zur Ruhe“, betont er. Das Nonplusultra: Hier finden auch Events und außergewöhnliche Veranstaltungen bis zu 400 Besuchern statt. Und das Ganze natürlich inmitten der Fahrzeuge.
Mit einer Ente fing es an
Als studierter Innenarchitekt war die Leidenschaft für Ästhetik, Formen und Farben schon immer groß. Dass er dies mit außergewöhnlichen Fahrzeugen verbinden kann, wurde ihm 2012 bewusst. „Ich wollte neben meinem Berufsleben einen Ausgleich schaffen und habe mir das Ziel gesetzt, ein altes Auto zu reparieren“, lacht Pawlaczyk, denn Ahnung davon hatte er nicht. Bei einer Versteigerung ergatterte er eine der jetzigen Hallen, mit der romantischen Vorstellung, nach der Arbeit das Sakko fallen lassen zu können, um sich die Hände schmutzig zu machen. Mit Hilfe von YouTube-Videos versuchte er, sich das nötige Wissen anzueignen. Auf die Frage, ob er das erste Auto als Laie reparieren konnte, muss er wieder lachen und gesteht: „Nein! Nach drei Jahren war das Ding immer noch nicht fertig und dafür habe ich zehn weitere Autos angeschafft und ich ging unter die Sammler.“ Eines Abends schaute ein Mann durch das offene Tor der Halle und fragte, ob er die Ente kaufen könnte. „Ich nannte ihm irgendeinen Preis und er hat direkt zugeschlagen, ohne dass ich an dem Auto was gemacht habe“, erzählt Pawlaczyk. In dieser Sekunde erkannte er, dass er vielleicht nicht der beste Autoschrauber ist, aber daraus ein besonderes Konzept entstehen könnte. Aus diesem Zufall wurde eine ganze Autowelt, und die kleine Halle nach und nach mit Neubauten ergänzt, bis das jetzige Haupthaus entstand. Der eigentliche Messebauunternehmer stellte 2018 sein berufliches Leben dann komplett auf den Kopf und verkaufte kurzerhand sein damaliges Unternehmen. „Das ist dieser eine Wendepunkt im Leben, wo man sich neuen Dingen widmen und sich einen Traum erfüllen kann“, erklärt Pawlaczyk den thematischen Berufswechsel vom Messebau zur Fahrzeugwelt. Seine Sammlung wuchs auf 40 Fahrzeuge, von denen aber heute nur noch drei Stück in der Halle zu finden sind. „Als wir loslegten, lief es so gut, dass ich kurzerhand auch aus meiner Sammlung verkaufen musste“, erklärt der Inhaber lächelnd, denn bereuen tut er es nicht. „Ich bin ehrlich. Ich habe hier jedes Auto erlebt und mit allem gehandelt und kümmere mich jetzt lieber um andere Dinge des Geschäfts“. Da das Interesse für PS und Technik für ihn eher nebensächlich ist, hat er sich in das Team der Straßenklassiker mit Dorian Beer einen Vollprofi und Technikliebhaber ins Haus geholt.
Auf einem 8.000 m2 großen Grundstück im Süden von Münster erstreckt sich unter dem Motto „Raum und Zeit für schöne Fahrzeuge“ ein lang ersehnter Traum: Unternehmer Rainer Pawlaczyk hat hier 2020 das Klassikland geschaffen, um seine Begeisterung für besondere Autos mit anderen Menschen zu teilen. Das Konzept ist trotz riskanter Eröffnung mitten in der Pandemie ein Erfolgsbringer geworden. Elf verschiedene Mieter, darunter vier Fahrzeughändler, sind auf dem Campus zu finden und sorgen für eine familiäre und lockere Atmosphäre. „Mit dem Klassikland haben wir eine Einkaufs- und Erlebniswelt geschaffen, die dem Kunden ein Rundumpaket bietet“, erklärt Pawlaczyk sein Konzept während er durch die Ausstellungshalle im Erdgeschoss schlendert. Hier stehen die Meisterstücke, die das Herz eines Autoliebhabers höher schlagen lassen. Neben Old- und Youngtimern reihen sich klassische Sportwagen bis hin zu Ferrari-Sportskanonen auf. Um die automobilen Ikonen wie einen 1963er Volkswagen T1 11-Bus oder eine 1967er Chevrolet Chevelle SS 396 (aktuell übrigens die einzige in Deutschland erhältliche Chevelle dieser Art) kümmert sich das Team der Straßenklassiker in fast schon liebevoller Betreuung im An- und Verkauf. Von 11.000 bis 700.000 Euro ist in der Ausstellungshalle alles vertreten, was Inhaber Rainer Pawlaczyk manchmal lieber als Kunstwerke anstatt Autos bezeichnen würde. „So viel Feinstarbeit und Kreativität wie in diesen Fahrzeugen steckt, macht sie für mich eher zu Kunstwerken“, erklärt er lächelnd und führt uns an einem kleinen orangenen Fiat 500 L vorbei – passend zum „La dolce Vita“ erstreckt sich dahinter der offene Café-Bereich. Hier sorgt der bekannte Münsteraner Gastronom Mehdi Ramenzani für den besten Cappuccino in Hiltrup. Während Autoliebhaber und Interessierte durch das Klassikland schlendern, sorgt das Café Mona Lisa für erholsame Pausen mit Kuchenspezialitäten und ausgefallenen Brunch-Ideen am Wochenende. Für Pawlaczyk ein unverzichtbarer Teil des Rundumpakets, welches er bieten möchte. „Wenn Sie im Café sitzen und auf gleicher Augenhöhe in aller Ruhe auf die Fahrzeuge schauen, kommt man wirklich zur Ruhe“, betont er. Das Nonplusultra: Hier finden auch Events und außergewöhnliche Veranstaltungen bis zu 400 Besuchern statt. Und das Ganze natürlich inmitten der Fahrzeuge.
Mit einer Ente fing es an
Als studierter Innenarchitekt war die Leidenschaft für Ästhetik, Formen und Farben schon immer groß. Dass er dies mit außergewöhnlichen Fahrzeugen verbinden kann, wurde ihm 2012 bewusst. „Ich wollte neben meinem Berufsleben einen Ausgleich schaffen und habe mir das Ziel gesetzt, ein altes Auto zu reparieren“, lacht Pawlaczyk, denn Ahnung davon hatte er nicht. Bei einer Versteigerung ergatterte er eine der jetzigen Hallen, mit der romantischen Vorstellung, nach der Arbeit das Sakko fallen lassen zu können, um sich die Hände schmutzig zu machen. Mit Hilfe von YouTube-Videos versuchte er, sich das nötige Wissen anzueignen. Auf die Frage, ob er das erste Auto als Laie reparieren konnte, muss er wieder lachen und gesteht: „Nein! Nach drei Jahren war das Ding immer noch nicht fertig und dafür habe ich zehn weitere Autos angeschafft und ich ging unter die Sammler.“ Eines Abends schaute ein Mann durch das offene Tor der Halle und fragte, ob er die Ente kaufen könnte. „Ich nannte ihm irgendeinen Preis und er hat direkt zugeschlagen, ohne dass ich an dem Auto was gemacht habe“, erzählt Pawlaczyk. In dieser Sekunde erkannte er, dass er vielleicht nicht der beste Autoschrauber ist, aber daraus ein besonderes Konzept entstehen könnte. Aus diesem Zufall wurde eine ganze Autowelt, und die kleine Halle nach und nach mit Neubauten ergänzt, bis das jetzige Haupthaus entstand. Der eigentliche Messebauunternehmer stellte 2018 sein berufliches Leben dann komplett auf den Kopf und verkaufte kurzerhand sein damaliges Unternehmen. „Das ist dieser eine Wendepunkt im Leben, wo man sich neuen Dingen widmen und sich einen Traum erfüllen kann“, erklärt Pawlaczyk den thematischen Berufswechsel vom Messebau zur Fahrzeugwelt. Seine Sammlung wuchs auf 40 Fahrzeuge, von denen aber heute nur noch drei Stück in der Halle zu finden sind. „Als wir loslegten, lief es so gut, dass ich kurzerhand auch aus meiner Sammlung verkaufen musste“, erklärt der Inhaber lächelnd, denn bereuen tut er es nicht. „Ich bin ehrlich. Ich habe hier jedes Auto erlebt und mit allem gehandelt und kümmere mich jetzt lieber um andere Dinge des Geschäfts“. Da das Interesse für PS und Technik für ihn eher nebensächlich ist, hat er sich in das Team der Straßenklassiker mit Dorian Beer einen Vollprofi und Technikliebhaber ins Haus geholt.
Handel mit automobilen Ikonen
Der gelernte Karosserie- und Fahrzeugbaumeister Dorian Beer hat seine Leidenschaft zum Beruf gemacht und sprüht förmlich vor Begeisterung für die alten Schätze, die er im An- und Verkauf des Händlers Straßenklassiker betreut. Mit alten Autos aufgewachsen, wurde der Münsteraner sein Faible für Oldtimer nie los. „Umso neuer die Autos werden, umso weniger interessieren sie mich“, erklärt Beer seine Überzeugung. „Bei alten Fahrzeugen bist du wirklich noch der Fahrer und wirst nicht gefahren. Jeder Oldtimer fährt anders und hat seinen eigenen Charakter, das macht es dabei so spannend.“ Autoliebhaber können ihn verstehen, denn neben Technik und Optik stehen hier so einige spannende Fragen im Raum. Wo kommt das Auto her und wer hat es gefahren? Wo wurde es restauriert und was ist noch zu tun? Beers Gesicht strahlt als er sagt: „Wir sind manchmal eher ein Kunsthändler als ein Autohändler. Das sind Kunstwerke auf Rädern!“ Da sind sich Dorian Beer und sein Chef Rainer Pawlaczyk offensichtlich einig. Ehrlichkeit und Transparenz stehen hier im Mittelpunkt und schaffen eine Vertrauensebene zu den Kunden. Denn: „Alle alten Autos haben irgendeinen Makel und bringen eine Geschichte mit sich“, so Beer. Eine exklusive Auswahl aus 15 bis 25 Oldtimern und Liebhaberfahrzeugen steht hier immer bereit und wird durch die perfekte Kombination aus Leidenschaft und Fachwissen betreut. Unter dem gleichnamigen YouTube-Kanal „Straßenklassiker“ versorgt Dorian Beer seine Zuschauer mit Updates, Neuzugängen und praktischen Tipps für Einsteiger in die Welt der Oldtimer. Auf die Frage nach seinem aktuellen Lieblingsstück steuert er zielsicher auf einen 1969er Jaguar E-Type der zweiten Serie zu. Das berühmte British Racing Green des Cabrios sticht sofort ins Auge. „Britischer geht es kaum. Brite, offen, Jaguar und grün“, lacht er und ergänzt, dass das Auto nicht nur schön aussieht, sondern auch schön fährt. „Die meisten alten Engländer sind holzig vom Fahren her und dieser hier fährt wirklich gut. Technisch perfekt ist immer schwierig, aber technisch gut kriegen wir hin“, so Dorian Beer über das 95.000 Euro teure Liebhaberstück.
Rundumpaket: Werkstatt, Sattlerei & Co
Dass die Fahrzeuge hier technisch sehr gut und komplett überholt angeboten werden können, liegt auch an den zusätzlichen Dienstleistern, die sich im Klassikland versammelt haben. Neben weiteren Händlern wie Superplus Classics & Sportscars und LUEG sportivo findet sich auf dem Gelände eine Werkstatt für Old- und Youngtimer, eine Karosseriewerkstatt und eine Sattlerei. Somit bietet das Klassikland jede Art von Service rund um Oldtimer und Sportwagen, die von kleinen Schönheitsreparaturen bis hin zu Sonderanfertigungen reichen können. Eine GTÜ-Prüfstelle im eigenen Haus rundet das Gesamtpaket für die Kunden ab. „Während sich hier um das Auto gekümmert wird, können Kunden und Besucher sich im Café stärken oder mit anderen Autoliebhabern fachsimpeln“, freut sich Pawlaczyk, denn sein Konzept mit verschiedenen Dienstleistern geht auf. Wer Pawlaczyks kleine Privatsammlung bestaunen möchte, folgt einer großen Treppe ins Obergeschoss. Dort befinden sich auch einige der 60 Stellplätze, die unter Autoliebhabern so gefragt sind, dass es bereits eine Warteliste gibt. Wer sind die Menschen hinter den speziellen Autos? „Haben Sie mal versucht einen außergewöhnlichen Sportwagen im Kreuzviertel zu parken? Besser nicht“, lacht Pawlaczyk und ergänzt, dass einige der hier untergebrachten Privatfahrzeuge auch mal zwei Jahre lang nicht bewegt werden und eher als Investition dienen. Manche Besitzer haben aber auch Angst ihr Schätzchen zu bewegen und wollen lieber nichts riskieren. „Ich bin schon immer auf der Suche nach weiteren Flächen, um uns zu vergrößern, denn die Anfrage ist enorm“, ergänzt Pawlaczyk. Das passende Grundstück oder eine benachbarte Halle sei aber leider noch nicht gefunden.
Im Klassikland haben wirklich alle Benzin im Blut. Während an der Theke des Cafés Mona Lisa zwei Händler untereinander fachsimpeln, wird Dorian Beer von einem Stammkunden überrascht, der einen seiner Schätze aus der Sammlung abgeben und beraten werden möchte. „Ich habe einfach zu viele!“, hört man den Überraschungsgast lachen, das Beratungsgespräch ist jetzt in vollem Gange und der Straßenklassiker-Experte in seinem Element. Ein letzter Blick fällt auf den beige-grauen VW T1-Bus, der aus der Menge heraussticht. Auch er hat eine lange Geschichte: Er wurde im September 1963 auf den Innenminister des Landes NRW in Düsseldorf mit Behördenkennzeichen zugelassen und Mitte der 80er Jahre stillgelegt. Wer hätte diesen T1 nicht gerne in seiner Garage stehen?
Der gelernte Karosserie- und Fahrzeugbaumeister Dorian Beer hat seine Leidenschaft zum Beruf gemacht und sprüht förmlich vor Begeisterung für die alten Schätze, die er im An- und Verkauf des Händlers Straßenklassiker betreut. Mit alten Autos aufgewachsen, wurde der Münsteraner sein Faible für Oldtimer nie los. „Umso neuer die Autos werden, umso weniger interessieren sie mich“, erklärt Beer seine Überzeugung. „Bei alten Fahrzeugen bist du wirklich noch der Fahrer und wirst nicht gefahren. Jeder Oldtimer fährt anders und hat seinen eigenen Charakter, das macht es dabei so spannend.“ Autoliebhaber können ihn verstehen, denn neben Technik und Optik stehen hier so einige spannende Fragen im Raum. Wo kommt das Auto her und wer hat es gefahren? Wo wurde es restauriert und was ist noch zu tun? Beers Gesicht strahlt als er sagt: „Wir sind manchmal eher ein Kunsthändler als ein Autohändler. Das sind Kunstwerke auf Rädern!“ Da sind sich Dorian Beer und sein Chef Rainer Pawlaczyk offensichtlich einig. Ehrlichkeit und Transparenz stehen hier im Mittelpunkt und schaffen eine Vertrauensebene zu den Kunden. Denn: „Alle alten Autos haben irgendeinen Makel und bringen eine Geschichte mit sich“, so Beer. Eine exklusive Auswahl aus 15 bis 25 Oldtimern und Liebhaberfahrzeugen steht hier immer bereit und wird durch die perfekte Kombination aus Leidenschaft und Fachwissen betreut. Unter dem gleichnamigen YouTube-Kanal „Straßenklassiker“ versorgt Dorian Beer seine Zuschauer mit Updates, Neuzugängen und praktischen Tipps für Einsteiger in die Welt der Oldtimer. Auf die Frage nach seinem aktuellen Lieblingsstück steuert er zielsicher auf einen 1969er Jaguar E-Type der zweiten Serie zu. Das berühmte British Racing Green des Cabrios sticht sofort ins Auge. „Britischer geht es kaum. Brite, offen, Jaguar und grün“, lacht er und ergänzt, dass das Auto nicht nur schön aussieht, sondern auch schön fährt. „Die meisten alten Engländer sind holzig vom Fahren her und dieser hier fährt wirklich gut. Technisch perfekt ist immer schwierig, aber technisch gut kriegen wir hin“, so Dorian Beer über das 95.000 Euro teure Liebhaberstück.
Rundumpaket: Werkstatt, Sattlerei & Co
Dass die Fahrzeuge hier technisch sehr gut und komplett überholt angeboten werden können, liegt auch an den zusätzlichen Dienstleistern, die sich im Klassikland versammelt haben. Neben weiteren Händlern wie Superplus Classics & Sportscars und LUEG sportivo findet sich auf dem Gelände eine Werkstatt für Old- und Youngtimer, eine Karosseriewerkstatt und eine Sattlerei. Somit bietet das Klassikland jede Art von Service rund um Oldtimer und Sportwagen, die von kleinen Schönheitsreparaturen bis hin zu Sonderanfertigungen reichen können. Eine GTÜ-Prüfstelle im eigenen Haus rundet das Gesamtpaket für die Kunden ab. „Während sich hier um das Auto gekümmert wird, können Kunden und Besucher sich im Café stärken oder mit anderen Autoliebhabern fachsimpeln“, freut sich Pawlaczyk, denn sein Konzept mit verschiedenen Dienstleistern geht auf. Wer Pawlaczyks kleine Privatsammlung bestaunen möchte, folgt einer großen Treppe ins Obergeschoss. Dort befinden sich auch einige der 60 Stellplätze, die unter Autoliebhabern so gefragt sind, dass es bereits eine Warteliste gibt. Wer sind die Menschen hinter den speziellen Autos? „Haben Sie mal versucht einen außergewöhnlichen Sportwagen im Kreuzviertel zu parken? Besser nicht“, lacht Pawlaczyk und ergänzt, dass einige der hier untergebrachten Privatfahrzeuge auch mal zwei Jahre lang nicht bewegt werden und eher als Investition dienen. Manche Besitzer haben aber auch Angst ihr Schätzchen zu bewegen und wollen lieber nichts riskieren. „Ich bin schon immer auf der Suche nach weiteren Flächen, um uns zu vergrößern, denn die Anfrage ist enorm“, ergänzt Pawlaczyk. Das passende Grundstück oder eine benachbarte Halle sei aber leider noch nicht gefunden.
Im Klassikland haben wirklich alle Benzin im Blut. Während an der Theke des Cafés Mona Lisa zwei Händler untereinander fachsimpeln, wird Dorian Beer von einem Stammkunden überrascht, der einen seiner Schätze aus der Sammlung abgeben und beraten werden möchte. „Ich habe einfach zu viele!“, hört man den Überraschungsgast lachen, das Beratungsgespräch ist jetzt in vollem Gange und der Straßenklassiker-Experte in seinem Element. Ein letzter Blick fällt auf den beige-grauen VW T1-Bus, der aus der Menge heraussticht. Auch er hat eine lange Geschichte: Er wurde im September 1963 auf den Innenminister des Landes NRW in Düsseldorf mit Behördenkennzeichen zugelassen und Mitte der 80er Jahre stillgelegt. Wer hätte diesen T1 nicht gerne in seiner Garage stehen?
Der Artikel ist in der "Gewerbeimmobilie aktuell", Ausgabe 21 von Dezember 2023, erschienen. Wir bedanken uns bei Rainer Pawlaczyk und dem Team für den Artikel. Mehr Infos über Klassikland finden Sie auf der Website: https://klassikland.de/
Youngtimer oder Oldtimer, Kenner, passionierter Profi, Fan oder Enthusiast. Das KLASSIKLAND lässt die Herzen aller höher schlagen, deren Leidenschaft für die Welt schöner Automobile keine Grenzen kennt.



