Tischlerei Middendorf 


In Münster verwurzelt 

Tischlerei Middendorf 

In Münster verwurzelt 

Holzduft liegt in der Luft, der Boden glänzt ­unter feinen Holzspänen und in der großen Halle arbeitet das Team mit höchster Präzision an einer rundgezogenen Treppe – ein Meisterwerk, das jeden Tag Stück für Stück wächst. In der Tischlerei Middendorf trifft Hand­werkskunst auf Leidenschaft. Von handgefertigten Treppen bis hin zu meisterhaften Einrichtungen: Paul Middendorf und sein Team setzen ihre eigenen Maßstäbe.
Middendorf

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Aus gutem Holz geschnitzt
1964 legte die Familie Middendorf in Münster-Mauritz den Grundstein für ein Handwerksunternehmen, das heute weit über die Region hinaus bekannt ist. Damals noch mit einfachen Werkzeugen und einem kleinen Team gestartet, ist die Tischlerei heute ein moderner Betrieb mit über 30 Mit­arbeitenden. „Ich arbeite einfach gerne“, erzählt uns Inhaber Paul Middendorf bei unserem Besuch. 1993 übernahm er die Tischlerei – inzwischen in Amelsbüren verortet – von seinem Vater. Und auch den Mitarbeitenden scheint es ähnlich ihrem Chef zu ergehen: „Fast alle Gesellen, die bei uns angefangen haben, arbeiten auch noch bei uns“, freut sich der Inhaber.

Tradition ist hier in Amelsbüren aber nicht stehen geblie­ben. Die Tischlerei hat sich immer weiterentwickelt – hand­werklich, technisch und strukturell. Jetzt, drei Jahrzehnte später, steht erneut ein Generationenwechsel vor der Tür: In zwei Jahren steigen die Kinder von Paul Middendorf, beide gelernte Tischler, in die Geschäftsleitung ein. Eine Familien­geschichte, die über Generationen hinweg auf Handwerks­kunst, Leidenschaft – und Holz – setzt.

Die Stärke der Vielfalt
Ob es um eine maßgefertigte Treppe, hochwertige Parkettböden oder eine Praxisausstattung geht – Paul Midden­dorf bezeichnet seine Tischlerei als „Generallöser“ für nahe­zu jedes Anliegen. „Alles aus einer Hand“ ist dabei das Motto des Familienvaters und bestellten Sachverständigen der Hand­werkskammer Münster für das Tischlerhandwerk. „Die entsprechende Manpower und Kompetenz ermöglichen es uns, Projekte von A bis Z selbst zu fertigen und zu realisieren“, erklärt Middendorf. Das bedeutet: Kurze Wege, klare Kommunikation und eine Verlässlichkeit, auf die seine Kunden vertrauen.

„Die Tischler bei uns haben alle ihren eigenen Bereich, den sie beherrschen“, erzählt Middendorf bei unserem Besuch, „das heißt: einer fertigt Möbel, einer Treppen, ein ­anderer betreut den Innenausbau.“ Vom kleinen privaten Auftrag für das Eigenheim bis hin zu gewerblichen Projekten ­liefert das Team Vielseitigkeit und Präzision. „Trennwände, Deckenverkleidungen oder Empfangstheken aus Holz sind beispielsweise im gewerblichen Bereich gefragt“, erklärt der Meister.

Middendorf als „Generallöser“ wissen auch die Kunden zu schätzen, denn hier setzt man nicht nur die Aufträge um, sondern versteht sich als Partner der Kunden: „Man merkt: da denkt jemand mit, da hört sich jemand meine Themenstellung an, denkt sich hinein; und das baut Vertrauen auf“, weiß ­Middendorf.

Vom Bankraum bis zur Metallabteilung
Es duftet nach Holz, als wir die Werkstatt betreten. Hier vereinen sich traditionelles Handwerk und moderne Technik. Der Betrieb ist in drei zentrale Bereiche unterteilt: den Bankraum, die Maschinenhalle und die Metallabteilung. Die Kapazitäten mit über 2.500 Quadratmeter Produktionsfläche ermöglicht es dem Team, Projekte von Grund auf zu planen und aus einer Hand zu fertigen: „Wir fertigen alles im eigenen Werk – vom Stahlgerüst bis zur Treppenstufe“, erklärt Middendorf.

Während unseres Besuches spazieren wir an einem besonderen Highlight vorbei: Eine rundgezogene Treppe, an der das Team derzeit arbeitet. „Jeden Tag kommt ein neuer Schritt hinzu und ein Stück mehr wird geleimt“, erklärt der Ge­schäftsführer. Auch die sogenannte Kragarm-Treppe, die vor über 13 Jahren erstmals umgesetzt wurde, ist Middendorfs eindrucksvolles Beispiel für innovatives Handwerk. Die Stufen dieser Treppe scheinen – fast wie durch Zauberhand – aus der Wand zu ragen und wirken wie in der Luft schwebend, ohne sichtbare Befestigung. Diese einzigartige Konstruktion wurde inzwischen in verschiedenen Projekten erfolg­reich reali­siert. „Die Treppe wird einseitig gespannt und hat eine Traglast von rund 400 Kilogramm“, erklärt der Geschäftsführer das Geheimnis hinter der Treppe, die er bereits in den Räumlichkeiten eines bekannten Fußballers montieren durfte.

Man muss es anfassen können
„Manchmal muss man die Dinge einfach anfassen können“, weiß Paul Middendorf und weist auf das Alleinstellungs­merkmal seiner Tischlerei hin: die 600 Quadratmeter große Ausstellungsfläche samt Türen- und Parkettausstellung.
Kunden können hier nicht nur Designs sehen, sondern auch die Haptik der Materialien erleben – vom kühlen, massiven Holz einer Treppe bis zum sanften Finish eines Parkettbodens. „Wenn ich irgendwo hinfahre und sehe etwas live und fasse es dann an und merke die Haptik – dann hilft mir das deutlich bei der Entscheidungsfindung“, erklärt der Tischlermeister, „es ist die Haptik, die ich habe – und die entscheidet: Mag ich das oder mag ich das nicht?“

Die Ausstellungsfläche macht die Beratung greifbar und individuell. Kunden können sich auf der Fläche inspirieren lassen, selbst erleben, wie das Material wirkt und ihre Wünsche direkt mit dem Team besprechen. „Diese Nähe zum Produkt hilft uns im Vertrieb enorm“, erklärt Middendorf.

Kirsche, Buche, Eiche – Wandel der Trends
„Kirschbaum“, sagt der Oldtimer-Liebhaber ohne zu zögern, als wir ihn nach seinem Lieblingsholz fragen. „Das ist ein sehr edles Holz – privat haben wir eine kombinierte Stahl-Holz-Treppe in Kirschbaum“, verrät er mit einem Lächeln. Holz ist für Paul Middendorf mehr als nur ein Material – es ist ein lebendiger und zeitloser Werkstoff mit Charakter. Doch die Trends und Kun­denwünsche ändern sich. Während Buche in den letzten Jahren an Bedeutung verloren hat, erlebt die Eiche ein Comeback: „Besonders modifizierte Eiche in Kombination mit schwarzen Akzenten ist gerade gefragt – auch in ungewöhnlichen Bereichen wie dem Badezimmer“, erklärt der Tischlermeister, „die Leute bauen wieder mit hochwertigen Materialien – Treppen, Parkett, Schränke.“ Und genau diese Qualität spiegelt sich in den Projekten ­Middendorfs wider.

Zwischen Spänen und Oldtimern
Trotz der Leidenschaft für seinen Beruf hat Paul Middendorf auch außerhalb der Tischlerei klare Prioritäten. Ob im Fitnessraum, bei Oldtimern oder bei Vater-Kind-Touren mit seinen Söhnen an die Ostsee – er findet immer wieder Momente, um aufzutanken. „Manchmal muss man sich auch eine Auszeit nehmen“, reflektiert er. Besonders wichtig ist ihm die Werte­vermittlung an die nächsten Generationen. Deshalb gibt es zu Weihnachten bei Familie Middendorf zum Beispiel keine materiellen Ge­schenke, sondern handge­schriebene Briefe, in denen die gemeinsamen Erlebnisse des vergangenen Jahres reflektiert werden. „Das ist ein bisschen wie unser Handwerk: Persönlich, durchdacht und mit viel Herz gemacht“, lacht der Tischlermeister.

Starke Wurzeln, neue Triebe: Zukunft im Blick
Die kommenden Jahre bringen große Veränderungen: Paul Middendorfs Kinder steigen in die Geschäftsleistung ein und übernehmen Verantwortung für das Familienunternehmen. Mit der Integration der nächsten Generation in die Geschäftsführung stehen wichtige Veränderungen bevor. Gleichzeitig erfordern Trends wie Nachhaltigkeit und die wachsende Nach­frage nach hochwertigen Materialien ein sensibles Gespür für die Bedürfnisse der Kunden. Auf die Frage, was der Inha­ber als jüngeres Ich anders machen und seinen Söhnen raten würde, überlegt Middendorf kurz, bevor er antwortet: „Was ich anders machen würde? Bei Entscheidungen loyale Bekannte fragen, die sich mit der Materie auskennen“, sagt Middendorf nachdenklich. ­Seinen Kindern legt er ans Herz, das Zuhause auch Zuhause sein zu ­lassen – und nicht ständig über den Betrieb zu sprechen. Eines ist auch in Zukunft sicher: Die Tischlerei wird auch über Generationen hinweg weiterhin Maßstäbe setzen – in Handwerkskunst, Menschlichkeit und Innovation.

Qualität wächst nicht auf Bäumen
Die Tischlerei Middendorf ist mehr als ein einfacher Hand­werksbetrieb – hier wird Holz mit echter Leidenschaft verarbei­tet. In den Werkstätten spürt man den persönlichen Handgriff und die Erfahrung, die sich in den gefertigten Stücken wiederfindet. Ob Treppen, Möbel oder individuelle Innenausbauten – hier entsteht etwas, das zum Leben ge­schaffen wird und über Jahre hinweg Bestand hat. Wie Paul Middendorf es ausdrückt: „Das ist schon etwas an­deres – fertig verbaut, vom Tischler gefertigt – als so ein Ikea-Schrank.“
Der Artikel ist in der "Gewerbeimmobilie aktuell", Ausgabe 27 von Juni 2025, erschienen. Wir bedanken uns bei Paul Middendorf und dem Team für den Artikel. Mehr Infos über die Tischlerei Middendorf finden Sie auf der Website: https://www.tischlerei-middendorf.de/
Die Tischlerei Middendorf entwickelt und fertigt Stil-, Funktions- und Gestaltungselemente aus Holz für die inneren Werte von Gebäuden sowohl im privaten als auch im gewerblichen Bereich. Der Betrieb aus Münster-Amelsbüren ist seit über 60 Jahren bekannt und wird demnächst an die dritte Generation übergeben-

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